Passauer Neue Presse vom 14.11.02: Konzeptvorstellung

neue_mitte_pnp_1411

 


 

Meine Stellungnahme (an Gutachter-Firma Seib)

skizze_neue_mitte_vorschau1. Ausgangslage: Die von Ihnen vorgeschlagene Verkehrsführung sieht von der Schanzlbrücke zur Nikolastraße eine zweispurige Straße vor.

2. Zielsetzung: Neue Mitte, neue und bestehende Kaufhäuser, Bahnhofstraße und Fußgängerzone sollten eine Fußgänger-freundliche Verbindung erhalten, die durch den Autoverkehr nicht beeinträchtigt ist. Umgekehrt soll der Autoverkehr frei fließen können.

3. Lösungsvorschlag: Im Bereich des Ludwigsplatzes wird die Straße eingesenkt, in der Mitte 2 - 3 m. Da die Straßenbreite mit 2 Spuren geringer ist als bei der jetzigen 3-spurigen, sollte der Platz für Anböschungen ausreichen. In der Nikolastr., wo die Straße gerade verläuft, kann möglicherweise eine Seite ohne Böschung ausgeführt werden.

Sowohl die Bahnhofstraße, als auch der Zugang zur "Neuen Mitte", sowie die Nibelungenpassage liegen höher als die Mitte des Ludwigsplatzes.
Über die Mitte des Ludwigsplatzes (somit über die Straße) wird ein Podest (1) errichtet, das über Zugang (3) mit der Bahnhofstraße, über Zugang (4) mit der Neuen Mitte, über Zugang (5) mit der Nibelungenpassage/Biergarten und über Rampe (6) rollstuhlgerecht mit der FuZo verbunden ist. Ein breiter Treppenaufgang (7) führt zudem von der FuZo zum Podest. Unter Ausnutzung der bestehenden Höhendifferenz sollten die Zugänge Richtung Podest nur leicht ansteigen. Ein größeres Gefälle ist lediglich bei der Rampe (6) anzunehmen, die ggf. auch durch einen Behindertenaufzug zu ersetzen wäre. Der Höhenabstand des Podestes muss natürlich die notwendige Durchfahrtshöhe für den Verkehr auf der abgesenkten Straße berücksichtigen. Es wäre zu prüfen, ob unter der Rampe 6 eine Not-(Liefer-) Zufahrt zur FuZo möglich ist.
Im Podestbereich an zentraler Stelle entsteht ein Aussichtsturm (2) mit kleinem Cafe, dessen Basis gleichzeitig als zentraler Träger des Podestes fungiert. Der Turm könnte über einen überdachten Arkaden-Zugang (8) mit dem neuen Kaufhaus-Eingang verbunden sein.
Unter dem Podest ließen sich in Richtung Neue Mitte Taxi-Standplätze (mit entsprechender Einbahn-Stichstraße 9) einrichten, für die ein geringerer Abstand Straße-Podest ausreichend ist.
Da der Aussichtsturm als neuer Treffpunkt und zusätzliche Attraktion fungieren kann, sollte er auch für einen Kaufhaus-Investor interessant sein. Auf und unter dem Podest wären zudem geeignete Stellen für kleinere Läden zu planen.

Alle denkbaren Lösungen haben ihre Licht- und Schattenseiten. Sicherlich auch diese. Aber zumindest steht bei dieser Lösung der Mensch über dem Auto. Und, so vermutet der Nichtfachmann, die Kosten sollten (Turm ausgenommen) eher geringer sein, als bei der Passage.

Bereits in 2000 hatte sich in meiner Firma eine Runde von Passauer Bürgern zusammengefunden, um über das Thema zu diskutieren. Alle damals Anwesenden hätten die von mir vorgeschlagene Turm-Podest-Lösung einer Passage vorgezogen. Eine Sammlung von Vorschlägen aus dieser Runde wurde Anfang 2001 der Stadtverwaltung überreicht, fand jedoch bei der dortigen geballten Fachkompetenz offenbar keine Resonanz. Meine Anregungen sind seitdem auch im Internet, sicherlich inzwischen teilweise überholt. Trotzdem: Schauen Sie bitte mal rein bei www.ploechinger.com

Ich freue mich auf Ihre Stellungnahme! Mit freundlichen Grüßen

Heinz Plöchinger

 


 

Auch Investor für Verkehrsführung unter Ludwigsplatz

Passauer Neue Presse vom 31.1.03:

 

neue_mitte_pnp_3101

 


 

Frühere Stellungnahmen und Vorschläge

"Neue Mitte Passau" - Situationsbeschreibung (2000)

"Neue Mitte Passau" - Kritik zu Planung Prof. Marg (2000)

"Neue Mitte Passau" - Eigene Vorschläge (2000/2001)