Überflüssig

Vo de Sechsheisa des zwölfde - des is mei Geburtshaus drin im Woid.

Eigentli hoaßt d'Ortschaft Hohenröhren, aba dort wird seltn nach da Schreibe gredt.

Des Zwölfde vo de Sechsheisa - da kannt natürli oana auf de Idee kema, des waar schier überflüssig.
Na ja, inzwischen is' ja aa verschwund'n, des oide schiefe Hoizhaus, und es lebt nua mehr in da Erinnerung, so ungefähr, wia aaf meina Zeichnung.

vo_de_sechsheisa

Überflüssig: So wird se aa mei Muatta dengt ham, wia i daherkemma bin, am hochheiligna Feiatag, beim Knödleileg'n, so zwischen am viazeatn und am fuchzeatn Knödl.
Haan ja ee scho siem Kina dagwen. Do is vaständli, dass d'Muatta für so Sachan eb'n nua am Feiadog Zeid ghobt hod.

Überflüssig - so wern se aa meine siem Gschwisda dengt ham, wias aus da Kiacha hoam kema han und de Bescherung gsehng ham.

A paar Jahr späda ham'ma an entferntn Vawandtn aus'm Sudetenland im Haus mid aufgnomma. Der hod koane Kinda ghobt und woit mi adoptiern.

Aba mei Vadda hod gmoand, ween er a überflüssig is, da Bua, awa hergebn doan man do need.

Wia i dann amoi zum Studiern aaf Minga kemma bin,
hob i ma übalegt:
Do haan ja ee scho so vui gscheide Leid, ob'st do ned schier überflüssig bist?
Na ja, irgendwia ham's mi dann doo midlaafa loß'n, de Gscheidhafal.

Wen daats do wundan, wenn i ma füa mei eigane Firma a Motto ausgsuacht hob, des da hoaßt:
Mei wichtigsde Aufgob is, dass i mi selba überflüssig mach.

Freili muaß i zuageb'n, daß i des no ned ganz gschafft hob. Aba eigentle is ja aa ganz schee, wenn ma manchmoi no brauchd wird, und ween's a nua zum Untaschreim is.

 

© Heinz Plöchinger 21.06.01

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